Ich schreibe einen Erziehungsratgeber!

(… oder auch nicht. )

Als beim Ausmisten meines Bücherregals sich erstaunlich viele Erziehungsratgeber in der IMAG0186Kellerkiste sammelten und wieviele ich schon in den Regalen meiner Freundinnen gesehen habe,  kam mir die Idee. Ich schreibe auch einen Erziehungsratgeber, denn der Markt dafür ist da!

Mein Buch soll zeitlos sein.
Es soll keine Erziehungsmode abbilden, die die antiauthoritäre Erziehung Ende der 60er Jahre.  Mein letzter Stand der Erziehungsmode war, dass man sich keine “Tyrannen züchten” soll.  Aber wer lässt sich schon freiwillig auf der Nase herumtanzen und merkt nicht, wenn sein kleines Mäuschen gerade die Grenzen austestet?

Mein Buch soll Tipps beinhalten die auch umsetzbar sind.
Nicht immer hat man die Zeit und auch den nötigen Geduldsfaden um all die bunten pädagogisch wertvollen Ideen der Konfliktbewältigung umzusetzen.
Es gibt niemanden der nicht mal mit Dingen droht die nicht einhaltbar sind.Ausserdem darf man auch mal ausrasten.
Niemand kann immer perfekt, ruhig und ausgeglichen sein und ich bin mir mehr als sicher, dass Kinder von 100% perfekten Eltern mit Minderwertigkeitskomplexen ausgestattet sind.

Mein Buch soll keinen Druck ausüben oder Ängste schüren.
baby

Dann kam die Realität dazwischen und nach einem Kaiserschnitt lagen mein Kind und ich vollgepumpt mit Chemie auf verschiedenen Stockwerken.
Bei diversen Gesprächen mit anderen Müttern musste ich feststellen, dass ich nicht die einzige war, die darauf verlassen hat, was andere behaupten.

Mein Buch soll für alle gelten.
Menschen sind verschieden. Manche basteln gern mit ihren Kindern andere singen und
tanzen lieber. Es gibt ängstliche, verschmuste, freizügige und/oder  spontane Eltern. Niemand sollte gegen sein Ich handeln müssen. Kinder können nur authentische Erwachsene ernst nehmen, die auch selbst die aufgestellten Regeln befolgen können.

Einen Titel für das Buch hätte ich auch schon parat:IMAG0143

“Handel vernünftig, aber mindestens authentisch!”

So und dann…  Ja und dann? Eigentlich ist mit dem Satz schon alles gesagt und jedes Wort mehr würde wieder in irgendeine Richtung weisen, die nicht auf das Kind/die Eltern/die aktuellen Umstände oder sonst was passen.
Also doch kein Buch. Vielleicht eine Postkarte?