Warum? Warum? Warum? Warum? Warum?

Nein, was wird kein Blogpost über meine Kinder die mir täglich Löcher in den Bauch fragen,domino sondern über die “5 whys”.

In einer der letzten Retrospektiven haben wir diese Methode angewandt
um den Kern der Probleme aufzuspüren. Da wir diesen Weg das erste Mal gegangen sind, war er etwas holperig  aber trotzdem konnten wir gute Aktivitäten aus den Problemen ableiten.

Die Idee die hinter der 5 whys – Methode steckt, ist mit jedem why einen Schritt näher an den Ursprung des Problems zu kommen.

Also zum Beispiel:
Problem:  “Am Montag war die Site offline”

  • Warum?   “Weil der Server überlastet war”
  • Warum?   “Weil die Software nicht performant genug war”
  • Warum?   “Weil für die Optimierung keine Zeit war”
  • Warum?   “Weil bei der Projektplanung und Festsetzung der Deadline die Urlaubszeit der Entwickler nicht berücksichtigt wurde”
  • Warum?   “Weil der Urlaub sehr kurzfristig eingereicht wurde”

-> Lösung: Bessere Projektplanung durch frühe Urlaubsplanung!

Hierbei wird deutlich, dass eine schnelle Maßnahme, wie Hardware nachrüsten bei der schlechten Planung immer wieder zu Problemen und unperformantem Code geführt hätten.

Wie ist man sicher, dass die richtige Ursache gefunden wurde?
Dies kann mit einem wenn-dann-Umkehrschluß überprüft werden.
Also:

“Wenn der Urlaub frühzeitig geplant wird, dann wird die Projektplanung und Festlegung der Deadline das berücksichtigen”

Wie stellt man sicher, dass man am letzten Knoten angelangt ist?
Wenn man sich mit den Antworten irgendwo in Prozess Nähe befindet, ist die Chance groß, dann man am Ende angelangt ist.

Was ist, wenn man verschiedene Ursachen findet?
Dann verzweigt sich der Pfad, was in den meisten Fällen ein Indiz dafür ist, dass das Problem zu generell ist und kein spezifisches Problem.
In der strengen 5 why Methode wird nur ein Strang verfolgt, da nur so genau ein Ursprung gefunden werden kann.
Alternativ kann man die verschiedenen Stränge nacheinander abarbeiten und evtl. führen sie trotz Verzweigung zum gleichen Ziel.

Die wichtigste Regel ist, dass sich keiner von einer vermutlichen Problemlösung leiten lässt und die Fragetreppe in eine ganz bestimmte Richtung leitet.

Diese Methode der Ursache-Wirkung-Bestimmung ist wirksam, nur leider auch sehr anstrengend.

Viel Spaß damit!

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